Montieren, spannen, schweißen
Montage- und Schweißtische: höhenverstellbar und mobil oder standfest
Steht bei dir schon ein fester Schweißtisch, läuft daneben die halbe Arbeit: montieren, ausrichten, Vorrichtungen bauen, heften, schleifen, bohren. Dafür baut RUWI Montage- und Schweißtische mit Lochplatte Ø 28 mm, 1.200 × 800 mm Stahl, 4 mm stark und phosphatiert. Du spannst an jeder Rasterposition, auch mitten auf der Platte, wo keine Tischkante ist. Als Beintisch tragen sie bis 500 kg, als Schweiß-Hubtisch sind sie höhenverstellbar und mobil, 46 bis 106 cm. Den Schweißtisch kaufst du direkt beim Hersteller, dem Familienbetrieb RUWI.
Kaufberatung
Welches Untergestell für deinen Montage- und Schweißtisch?
Zuerst entscheidest du das Untergestell: fester Platz auf Gelenkfüßen oder fahrbar mit Höhenverstellung. Die Platte kommt danach – die Lochplatte Ø 28 mm mit der RUWI Spanntechnik oder, wenn du den Spanner lieber stufenlos schiebst, die Nut 10 mm, als Beintisch oder als Nut-Hubtisch. Beide Tische kommen komplett aus Platte und Untergestell; die Spannmittel wählst du dazu.
Montage- und Schweißtisch Beintisch, Lochplatte Ø 28 mm
Der feste zweite Platz: Rahmen aufbauen, ausrichten, heften, schleifen – und auf derselben Platte schweißen.
1.200 × 800 mm Arbeitsfläche, 500 kg Traglast, 86 bis 93 cm Arbeitshöhe über vier Gelenkfüße. 77 kg: leicht genug, um ihn bei Bedarf zu versetzen.
Zum Beintisch Lochplatte Ø 28 mm
Montage- und Schweißtisch Hubtisch, Lochplatte Ø 28 mm
Fahr den Tisch zum Werkstück statt das Werkstück zum Tisch – und wechsle die Höhe zwischen Aufbau und Naht.
1.200 × 800 mm Arbeitsfläche, 46 bis 106 cm stufenlos per Hydraulik-Fußpumpe, 300 kg Traglast, vier feststellbare Vollgummi-Lenkrollen.
Zum Hubtisch Lochplatte Ø 28 mm
Montage- und Schweißtisch Beintisch, Nut 10 mm
Der Spanner gleitet stufenlos an die Fuge – kein Umsetzen von Loch zu Loch.
1.200 × 800 mm Arbeitsfläche, durchgehende Nut 10 mm, 500 kg Traglast, 86 bis 93 cm Arbeitshöhe, 76 kg Eigengewicht.
Zum Beintisch Nut 10 mmSpanntechnik
Lochplatte Ø 28 mm am Schweißtisch: spannen an jeder Bohrung
Auf einer glatten Tischplatte spannst du dort, wo eine Kante ist. Im Lochraster Ø 28 mm spannst du an jeder Rasterposition: Die Bohrungen sitzen 100 mm auseinander, Mitte zu Mitte. Jede nimmt einen Klemmbolzen auf, und dieser Bolzen ist die Schnittstelle für jedes weitere Teil. Beim Anziehen der Zylinderschraube verspannt sich der brünierte Stahlbolzen in der Bohrung; die Klemmtechnik schont dabei die Bohrungswand, statt sich hineinzuschneiden.
Beim Montieren und im Vorrichtungsbau zahlt sich das zuerst aus. Aus drei Teilen steht die Vorrichtung für die Baugruppe, die wiederkommt: ein Positionswinkel hält gegen, ein Spanner drückt von der Seite an, ein höhenverstellbarer Bolzen hält von oben nieder. Derselbe Bolzen in derselben Bohrung ergibt dieselbe Position – du richtest einmal aus und spannst danach nur noch. Die höhenverstellbaren Bolzen tragen dafür eine gelaserte Maßskala, Spannbereich 0 bis 75 mm: Höhe ablesen statt probieren.
Du spannst nicht nur zum Schweißen. Der Positionswinkel (80 × 60 × 40 mm) gibt die Bezugskante, an der das Werkstück anliegt, bevor eine Zwinge greift. Der Klemmwinkel greift auch in Nut-8-Aluprofile (Item System 40 und kompatible). Damit setzt du Profilanschläge direkt auf die Platte. Beim Schleifen und Bohren hält dieselbe Zwinge, die beim Heftschweißen greift: 100 mm Ausladung reichen über Profil und Blech. Der Adapterblock hebt den Spannpunkt auf der runden Adapterplatte in 12-mm-Schritten an; sein Bohrbild nimmt auch Schnellspanner von AMF, Bessey und Kipp auf.
Kommt das Schweißgerät dazu, liegt das Blech schon fest: Beide Hände bleiben am Schweißbrenner und am Zusatzwerkstoff statt am Werkstück. Die Spannkraft hält das Bauteil an Ort und Stelle, während die Wärme zieht – die Naht läuft durch, ohne dass das Teil wandert. Was die Spanntechnik nicht kann: den Verzug verhindern.
Die Klemmbolzen sind aus brüniertem Stahl, eine RUWI-Eigenentwicklung, und kommen wie die ganze RUWI Steel Line aus deutscher Fertigung.
Die Spanntechnik hört am eigenen Tisch nicht auf. Dieselben Spanner gibt es mit Klemmbolzen Ø 16 mm für vorhandene Schweißtische und Aufspannplatten mit Lochraster Ø 16 mm – dann rüstest du deinen Tisch auf, statt ihn zu ersetzen – der höhenverstellbare Bolzen spannt dort 0 bis 36 mm statt 0 bis 75 mm. Eine Grenze hat das Raster: Es spannt an den Bohrungen. Muss der Druckpunkt genau auf der Fuge sitzen, justierst du ihn nach – über die Langlöcher der runden Adapterplatte oder beim Exzenterspanner über das Drehlager.
Arbeitsfläche
Arbeitsfläche 1.200 × 800 mm – und wie du sie erweiterst
Jede Platte der RUWI Montage- und Schweißtische misst 1.200 × 800 mm. Ein Geländerfeld mit dem üblichen Pfostenabstand von 1.200 mm liegt damit der Länge nach am Stück auf dem Tisch – du drehst es nicht, du setzt es nicht um. Mit dem passenden Zubehör für den Schweißtisch ist dieselbe Platte der Montage- und Spanntisch: Du baust die Baugruppe darauf auf und richtest sie aus, bevor die erste Naht kommt. Wie viel davon Schweißen ist, entscheidet dein Auftrag.
Warum 4 mm reichen: Die Platte ist gekantet, an den Ecken verschweißt und beim Beintisch mit einem Versteifungskorb ausgesteift – der hält sie plan, auch unter 500 kg. An der gekanteten Seite greifen deine vorhandenen Schraubzwingen. Phosphatiert hält die Oberfläche Schweißhitze und Spritzer aus und ist rostgeschützt. Ein Gestell schweißt sich ein Metallbauer selbst zusammen – das gebohrte Raster und die phosphatierte Fläche nicht. Zum Richten mit dem Hammer ist die Platte dagegen nicht gebaut.
Wird das Werkstück länger, stellst du mehrere Beintische nebeneinander und verschraubst sie über die Bohrungen fest miteinander. Über die Gelenkfüße richtest du sie auf eine Ebene aus, auch wenn der Hallenboden Gefälle hat. Der Träger liegt dann über beide Platten hinweg auf, statt an der Tischkante zu enden. Das Raster läuft dabei nicht über die Stoßfuge weiter: Gespannt wird auf jeder Platte in ihrem eigenen Raster.
Der zweite Weg geht über die Höhe. Ragt ein Träger über deinen vorhandenen Schweißtisch hinaus, fährst du den Hubtisch darunter, arretierst die Lenkrollen und pumpst ihn auf Höhe – das Werkstück liegt durchgehend auf. RUWI hat den Hubtisch ausdrücklich auch als Ergänzung zu großen, stationären Schweißtischen gedacht – nicht nur als eigenen Arbeitsplatz.
Untergestell
Höhenverstellbar und mobil: der Schweiß-Hubtisch
Das Untergestell arbeitet als Scherenhubtisch und fährt per Hydraulik-Fußpumpe stufenlos von 46 bis 106 cm. Die Wurzel schweißt du im Sitzen, die Decklage im Stehen. Die Baugruppe, die du aufbaust, steht damit auf deiner Höhe, nicht auf der des Tisches. Beide RUWI Hubtische stehen auf demselben Untergestell, mit derselben in Deutschland gefertigten Fußpumpe. Es senkt lastunabhängig und gleichmäßig ab, ob die Platte leer ist oder 300 kg trägt. Die Hydraulik ist reparierbar und Ersatzteile bleiben verfügbar – ist die Pumpe defekt, tauschst du die Pumpe, nicht den Tisch.
Als mobiler Schweißtisch rollt er auf vier feststellbaren Vollgummi-Lenkrollen dorthin, wo du montierst – an die Baugruppe, neben den festen Tisch; bis 300 kg rollen mit. Er steht fest, sobald die Feststeller greifen – arretiere sie, bevor du spannst. Dieselben 300 kg sind die Grenze – 200 kg weniger als beim Beintisch. Schwerere Baugruppen gehören auf den Beintisch.
Hast du schon einen RUWI Hubtisch aus der Holzwerkstatt, brauchst du für Metallarbeiten kein zweites Untergestell – die Lochplatte Ø 28 mm gibt es einzeln und sitzt direkt auf dem RUWI Hubtisch-Untergestell.
Spannmittel fürs Lochraster
Zum schnellen Fixieren dienen die Exzenterspanner mit Klemmbolzen. Senkrechtspanner drücken von oben, Waagrechtspanner seitlich gegen einen Anschlag – für den RUWI-Tisch jeweils mit Klemmbolzen Ø 28 mm, für 16-mm-Lochtische mit Ø 16 mm. Wer mehr Auflagefläche braucht, nimmt den Senkrechtspanner mit runder Adapterplatte und Klemmbolzen Ø 28 mm; mit Adapterplatte fürs 16-mm-Raster gibt es auch den Waagrechtspanner. Für punktuelle Fixierung greift die Schraubzwinge TW 16 mit Adapterscheibe und Klemmbolzen.
Die Vario Spannbolzen Ø 28 liefern die Spannkraft im Raster; als fertige Zusammenstellung gibt es das Spannmittel-Set 1 und das umfangreichere Set 2.
Häufige Fragen
Ist das nun ein Schweißtisch oder ein Montagetisch?
Beides – und in der Reihenfolge, die im Namen steht: erst Montage, dann Schweißen. Hast du einen festen Schweißtisch, bleibt die lange Naht dort. Der RUWI Tisch übernimmt, was davor und dazwischen liegt: montieren, ausrichten, Vorrichtungen bauen. Geschweißt wird darauf trotzdem – die 4 mm starke, phosphatierte Stahlplatte hält Schweißhitze und Spritzer aus, und die Lochplatte Ø 28 mm spannt beim Montieren wie beim Heften. Steht bei dir noch gar kein Tisch, kann der RUWI Tisch der erste sein.
Passt die RUWI Spanntechnik auf meinen vorhandenen Schweißtisch?
Das entscheidet der Spanner, nicht nur das Raster. Mit einem Klemmbolzen – Exzenterspanner, Senkrecht- und Waagrechtspanner, Positionswinkel, Klemmwinkel und die Zwinge TW 16, eine Bessey mit RUWI-Adapterscheibe – passt die Ausführung in Lochraster mit dem passenden Durchmesser. Ø 16 mm oder Ø 28 mm wählst du beim Bestellen, die Platte muss mindestens 4 mm stark sein. Rüstest du später auf einen Tisch mit Lochraster Ø 28 mm um, brauchst du die Spanner in der 28er-Ausführung: Der Bolzen allein lässt sich nicht tauschen. Bei sehr dicken Aufspannplatten frag die Klemmlänge vorher ab. Die Spanner mit runder Adapterplatte Ø 140 mm sitzen dagegen auf zwei Klemmbolzen – hier müssen zwei Bohrungen deines Tischs zueinander passen; frag im Zweifel vorher nach. Für Aluprofiltische und Nut 8 bis 10 mm gibt es das Spannsystem Set für Nut. In Holztische mit Lochraster Ø 20 mm – RUWI Hubtisch, Festool MFT – passt die Zwinge TW 16 mit Klemmbolzen Ø 20 mm.
Schweißtisch kaufen: Beintisch oder Hubtisch?
Bleibt dein Arbeitsplatz an einem Ort, nimm den Beintisch – 500 kg für Rahmen, Träger und Maschinenteile, und er kostet weniger. Soll der Tisch mitfahren und die Höhe wechseln, nimm den Hubtisch. Wiegt deine übliche Baugruppe mehr als 300 kg, ist die Frage entschieden. Die Platte und damit die Spanntechnik ist bei beiden dieselbe.
Erhältlich bei
Beratung und Vorführung auch bei unseren Händlerpartnern.
