RUWI Fräswerkzeug-Berater
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Er stellt dir dieselben Fragen wie wir am Telefon – Aufgabe, Material, Maschine – und empfiehlt dir das passende Werkzeug mit Maßen, Preis und Artikelnummer: ab Lager aus dem Schwarzwald oder aus über 4.000 Katalog-Werkzeugen von Titman und ENT, die wir für dich bestellen.
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Direkt darunter: die RUWI-Kantenfräser ab Lager.
Welcher Fräser für welche Aufgabe?
Mit dem passenden Fräser holst du aus Oberfräse und Frästisch das Beste heraus. Fünf Typen decken die häufigsten Aufgaben im Holzhandwerk ab – hier der Überblick samt den passenden RUWI-Fräsern.

Abrundfräser
Zuschnitt fertig, jede Kante scharf – ein Durchgang mit dem Abrundfräser, und Tischplatte oder Handlauf liegen rund in der Hand. R2 macht Werkstücke griffig, größere Radien wie R6 oder R10 geben die weiche Rundung; das Anlauflager führt den Fräser an der Kante entlang, auch an geschwungenen Konturen.
Bei RUWI von R2, R3, R4, R5, R6 und R8 bis R10 und R12,7. Je größer der Radius, desto größer der Fräser – wähle ihn nach der gewünschten Rundung.

Fasenfräser
Sichtkante brechen, Gehrung fasen, Kante entgraten – der Fasenfräser bricht die Kante im Winkel, meist 45°. Für gerade, weite Fasen nimmst du den großen Fasenfräser mit Wendeplatte (Schneide drehbar statt nachschärfen) oder die festbestückte Variante. Für enge Innenecken und kleine Radien ist der Miniatur-Fasenfräser mit Anlauflager Ø 5 mm gedacht. Obere und untere Kante in einem Durchgang übernimmt der Doppelabrund-/Fasenfräser.

Bündigfräser
Umleimer angeleimt, der Überstand steht – der Bündigfräser holt ihn in einem Zug bündig auf die Fläche; beim Kopieren läuft das Anlauflager an deiner Schablone. Für große, gerade Konturen eignet sich der Bündigfräser mit Wendeplatten, für enge Innenradien der Bündigfräser mit kleinem Anlauflager Ø 9,5 mm.

Lamellenfräser (Scheibennutfräser)
Flachdübel setzen, Rückwand einnuten, Schubkastenboden führen – der Lamellonuter fräst die schmalen Schlitze und Nuten dafür. Über verschiedene Anlauflager stellst du die Tiefe ein, sodass ein Fräser mehrere Flachdübelgrößen abdeckt – ein Werkzeug statt einer separaten Flachdübelfräse.

Zinkenfräser
Schubladenecken, die Zug aushalten: Mit dem Schwalbenschwanzfräser W2 für Hoffmann erzeugst du Schwalbenschwanz- und Gratverbindungen maschinell und präzise – auch als Brücke zum Hoffmann-Verbindersystem. Für saubere Passungen arbeitest du je nach Verbindung mit Schablone oder Vorrichtung.
Wendeplatte oder festbestückt?
Zwei Bauarten, dieselbe Aufgabe – der Unterschied liegt in der Schneide.
Festbestückt
Die Hartmetallschneide ist fest verlötet; läuft sie stumpf, schärfst du sie nach. Das gibt eine sehr saubere Schnittkante und feine Radien – das zählt bei sichtbaren Kanten und kleinen Profilen.
Mit Wendeplatte
Die Schneide schraubst du ab und drehst sie auf eine frische Kante, statt nachzuschärfen – das spart Zeit und hält die Maße konstant. Das lohnt sich bei viel Einsatz und langen, geraden Konturen.
Kurz: Für feine, sichtbare Kanten und enge Radien nimmst du die festbestückte Variante, für hohen Durchsatz und große gerade Flächen die Wendeplatte. Fasen- und Bündigfräser bekommst du bei RUWI in beiden Ausführungen.
Worauf du beim Fräsen achtest
Den Schaft (6, 8 oder 12 mm) spannst du zu rund zwei Dritteln in eine saubere Spannzange – das sorgt für ruhigen Lauf. Größere Fräser laufen mit geringerer Drehzahl; nimm lieber mehrere flache Schnitte als eine zu tiefe Zustellung. Zu langsamer Vorschub erzeugt Brandspuren, zu schneller Rattermarken. Führe den Fräser stets gegen seine Drehrichtung und trage Gehörschutz, Augenschutz und eine Absaugung. Harz- und Kleberreste regelmäßig entfernen und das Anlauflager auf freien Lauf prüfen – das verlängert die Standzeit spürbar.
Welche Drehzahl für welchen Fräser?
Faustregel: Je größer der Fräser, desto niedriger die Drehzahl – sonst wird die Schnittgeschwindigkeit an der Schneide zu hoch, und das Material brennt oder schmiert. Die Richtwerte gelten für Holz am RUWI Frästisch (stufenlos 8.000–25.000 U/min, in der Performance-Variante bis 30.000):
| Fräserdurchmesser | Richtdrehzahl (U/min) |
|---|---|
| bis Ø 25 mm | 18.000–24.000 |
| Ø 25–40 mm | 16.000–20.000 |
| Ø 40–60 mm | 12.000–16.000 |
| über Ø 60 mm | 8.000–12.000 |
Beispiele aus der Praxis: eine Weichholzkante mit dem Schleifbandträger (Ø 15 mm) bei rund 8.000 U/min gegen Brandspuren, Multiplex bündigfräsen (Ø 19 mm) bei 18.000–22.000, eine Lamello-Nut in Spanplatte (Ø 40 mm) bei höchstens 18.000, Kunststoffkanten bei rund 12.000, damit nichts schmiert. Kunststoff und Schleifarbeiten laufen grundsätzlich langsamer als Holz. Im Zweifel niedriger anfangen und mit einem Probeschnitt herantasten.
Schleifen und Zubehör
Neben den Fräsern laufen in derselben Aufnahme auch Schleifbandträger: Du steckst den Schleifbandträger Ø 15 mm oder Ø 30 mm mit 6-mm-Schaft ein und schleifst damit Rundungen und Innenkonturen, die du mit Schleifpapier von Hand kaum erreichst. Die passenden Schleifbänder (Ø 15, Ø 30) sind Verschleißteil. Für den Frästisch gibt es Spannzangen mit Überwurfmutter in mehreren Größen, für die stärkeren Modelle die Performance-Variante.
An welche Maschine passen die Fräser?
Alle Fräser haben einen Schaft von 6, 8 oder 12 mm und laufen damit in jeder handelsüblichen Oberfräse – etwa von Festool, Mafell oder Bosch – ebenso wie im RUWI Frästisch. Am mehrspindligen Frästisch behältst du mehrere dieser Fräser gleichzeitig eingespannt und wechselst zwischen Abrunden, Fasen und Bündigfräsen, ohne umzurüsten. Welche Drehzahl zu welchem Fräserdurchmesser passt, siehst du in der Tabelle weiter oben.
Häufige Fragen zu Fräsern
Welcher Fräserschaft passt in meine Maschine – 6, 8 oder 12 mm?
Das hängt von der Spannzange ab. In den meisten Oberfräsen und im RUWI Frästisch sitzt serienmäßig eine 8-mm-Spannzange, daneben gibt es 6 mm und 6,35 mm für Zollschäfte. 12-mm-Schäfte brauchen eine Maschine mit passender Aufnahme – beim RUWI Frästisch die Performance-Variante mit Spannzange Ø 12 mm. Prüfe vor dem Kauf, welche Schaftgrößen deine Maschine aufnimmt.
Hartmetall (HM) oder HSS – was nehme ich?
Für Holz, Plattenwerkstoffe und Kunststoff sind hartmetallbestückte Fräser (HM) der Standard: Sie halten die Schneide deutlich länger als HSS und schneiden auch in leimhaltigen Werkstoffen wie Span- oder MDF-Platten sauber. HSS ist weicher und eher für gelegentliche Arbeiten in Weichholz gedacht. Die RUWI Fräser sind hartmetallbestückt.
Welche Drehzahl für welchen Fräser?
Als Faustregel: kleiner Fräser hohe Drehzahl, großer Fräser niedrige. Die Richtwerte je Durchmesser stehen in der Tabelle weiter oben. Kunststoff und Schleifarbeiten laufen langsamer als Holz, damit nichts brennt oder schmiert.
Kann ich Oberfräser auch im Frästisch einsetzen?
Ja. Es sind dieselben Schaftfräser – du spannst sie über die Spannzange ein, ob in der handgeführten Oberfräse oder unter der Platte des RUWI Frästischs. Am mehrspindligen Frästisch bleiben sogar mehrere Fräser gleichzeitig eingespannt, sodass du ohne Umrüsten zwischen Abrunden, Fasen und Bündigfräsen wechselst.
Mein Anlauflager läuft schwer – was tun?
Meist sind Harz- und Kleberreste die Ursache. Reinige das Lager regelmäßig und prüfe, ob es frei dreht. Ist es verschlissen, lässt es sich tauschen – sprich uns für ein Ersatzlager einfach an.
Kann ich die Fräser nachschärfen lassen?
Festbestückte Hartmetallfräser kannst du von einem Schärfdienst mehrfach nachschärfen lassen, bis die Schneidengeometrie es nicht mehr zulässt. Bei Fräsern mit Wendeplatte entfällt das Schärfen ganz – du drehst oder tauschst einfach die Platte.
Im Gleich- oder Gegenlauf fräsen?
In aller Regel im Gegenlauf, also den Fräser gegen die Vorschubrichtung führen – das ist sicherer und verhindert, dass dir das Werkstück weggerissen wird. Gleichlauf bleibt kontrollierten, maschinell geführten Arbeiten vorbehalten.
Noch nicht sicher? Sprich mit uns
Der Fräswerkzeug-Berater stellt dir dieselben Fragen wie wir am Telefon und führt dich in etwa einer Minute zur Empfehlung – mit Maßen, Preis und Artikelnummer.
Oder ruf an: +49 7402 8414 – kein Verkaufsgespräch, sondern ein Werkstattgespräch auf Augenhöhe.
Für das ausführliche Gespräch – persönlich, per Video oder am Telefon – vereinbarst du ein Werkstattgespräch.
Der richtige Fräser für jede Kante, Nut und Verbindung
