Der richtige Fräser fängt beim Werkstück an.
Radius, Fase, Nut oder bündig – sag uns, was entstehen soll, woraus es besteht und womit du arbeitest. Wir empfehlen dir das passende Werkzeug: ab Lager aus Fluorn-Winzeln oder aus über 4.000 Werkzeugen von Titman und ENT, die wir für dich bestellen.
Abrunden · Fase · Nut · Bündig · Bohren · Wendemesser und Ersatzteile
Drei, vier Fragen · unter einer Minute · ohne Anmeldung
Für deine Empfehlung brauchst du das hier nicht – der Berater oben fragt dich alles Nötige.
Ein Berater statt tausend Listenzeilen
Fräswerkzeug kauft man nicht nach Katalognummer, sondern nach Aufgabe: Das Material entscheidet den Schneidstoff, die Maschine den Schaft, die Stückzahl die Bauart – festbestückt oder mit Wendeplatten. Genau diese Fragen stellt dieser Berater. Die gängigsten Kantenfräser liegen bei uns im Schwarzwald auf Lager; alles andere bestellen wir aus über 4.000 Katalog-Werkzeugen direkt für dich – mit Antwort innerhalb eines Werktages. Wer lieber liest statt klickt: Hier steht das Wissen hinter den Fragen.
So findest du den Radius deiner Kante
Ein Abrundfräser wird über seinen Radius gekauft, nicht über den Durchmesser. Bei einem Nachbau misst du die vorhandene Rundung am schnellsten mit einer Radien-Messlehre: Kante in die Ecke legen, der Bogen, der ohne Lichtspalt anliegt, ist dein R. Eine druckbare Lehre mit den gängigen Radien von R 2 bis R 12,7 liegt im Berater bereit. Für neue Werkstücke gilt die Faustregel: R 2 bis R 4 bricht die Kante fühlbar, R 6 bis R 8 rundet sichtbar, ab R 10 wird die Rundung zum Gestaltungselement. Die Radien-Leiter ab Lager deckt R 2 bis R 12,7 ab, größere Radien kommen aus dem Katalogprogramm.
Fasenwinkel: 45° ist der Standard, nicht das Gesetz
Die 45°-Fase ist der häufigste Fall – zwei Teile auf Gehrung ergeben den rechten Winkel, deshalb liegt sie bei uns ab Lager. Daneben haben 15°, 22,5° und 30° ihre festen Aufgaben: 15° als feiner Kantenbruch, der kaum aufträgt, 22,5° für den Achteck-Korpus, 30° als sichtbare Schräge an Front und Platte. Wichtig beim Kauf: Der Winkel steht fest im Werkzeug – anders als die Tiefe lässt er sich nicht einstellen. Wer regelmäßig fast, fährt mit der Wendeplatten-Ausführung besser: Schneide drehen statt zum Schärfdienst schicken.
Nutbreite: ein Fräser, eine Fahrt
Die saubere Nut entsteht in einem Durchgang: Fräserdurchmesser gleich Nutbreite. Die 8-mm-Nut für Rückwände und Systemlöcher ist der Klassiker, daneben 6, 10 und 12 mm. Zweimal fahren mit schmalerem Fräser geht zur Not – kostet aber Zeit und selten stimmt die Breite auf den Zehntel. Für Serien lohnt der Blick auf Wendeplatten-Nutfräser: gleiche Nut, tauschbare Schneiden. Und bei 12 mm lohnt die Nachfrage, ob wirklich 12,0 oder zollmaßige 12,7 mm gebraucht werden – der Unterschied entscheidet, ob der Boden klappert.
Schaft 8 oder 12 mm – und wann das Werkzeug in den Tisch gehört
Der Schaft muss zur Spannzange passen: Handoberfräsen spannen in der Regel 8 mm, Tischfräsen 12 mm. Viele Werkzeuge gibt es in beiden Ausführungen – der Berater zeigt dir die Weiche direkt am Ergebnis. Eine Reduzierhülse verbindet im Zweifel den 8er-Schaft mit der 12er-Zange. Die zweite Regel ist Physik: Große Durchmesser gehören in den Tisch, nicht in die freie Hand – Abplattfräser und Verleimprofile laufen stationär, mit geführtem Werkstück.
HW, VHM oder DP: der Schneidstoff folgt dem Material
Hartmetallbestückt (HW) ist der Standard für Massivholz – zäh genug für Äste, scharf genug für saubere Kanten. Vollhartmetall (VHM) spielt seine Steifigkeit bei beschichteten Platten aus: Spiral- und Schlichtfräser mit ziehendem Schnitt lassen Melamin-Kanten ausrissfrei stehen. Diamantbestückt (DP) ist die Antwort auf abrasive Werkstoffe – HPL, Compact, mineralische Platten. Der Mehrpreis erschrickt erst mal; auf die Standzeit gerechnet ist DP dort meist der günstigste Meter Kante. Für Acrylglas und Aluminium gibt es eigene Ein- und Zweischneider mit polierten Spanräumen.
Wann sich Wendeplatten rechnen
Die Rechnung ist nüchtern: Ein festbestückter Fräser geht zum Nachschärfen außer Haus – jede Runde kostet Wechsel, Versand und Wartezeit. Bei der Wendeplatten-Ausführung drehst du die Schneide in der Werkstatt: vier Kanten, dann eine neue Platte für wenige Euro. Ab wann sich der Mehrpreis lohnt, hängt an deinem Stundensatz und daran, wie oft das Profil läuft – als Daumenwert: täglicher Einsatz rechnet sich fast immer, das Wochenend-Werkzeug fast nie. Deinen echten Stundensatz kennt der Stundensatz-Rechner.
Drehzahl nach Durchmesser
Je größer der Fräser, desto langsamer muss er drehen – außen läuft die Schneide sonst schneller, als das Werkzeug verträgt. Die Richtwerte für die maximale Drehzahl:
| Fräser-Ø | max. Drehzahl |
|---|---|
| 1–24 mm | ca. 28.000 U/min |
| 25–30 mm | ca. 24.000 U/min |
| 31–50 mm | ca. 18.000 U/min |
| 51–67 mm | ca. 16.000 U/min |
| 68–90 mm | ca. 12.000 U/min |
Bohrer drehen deutlich langsamer: bis Ø 9 mm höchstens 8.000 U/min, ab Ø 10 mm noch 4.000. Beim Einspannen gilt: Schaft sauber und fettfrei mindestens bis zur Markierung in die Zange – die Mindest-Einspannlänge regelt DIN EN 847-2. Richtwerte nach den Herstellerangaben im Katalog; die Markierung auf deinem Werkzeug und die Anleitung deiner Maschine gehen immer vor.
Ersatzteile statt Neukauf
Ein Fräser ist selten am Ende, nur weil ein Teil verschlissen ist. Wendemesser gibt es in allen gängigen Längen von 7,5 bis 60 mm, Anlauflager von Ø 8 bis Ø 47 – auch kunststoffummantelt für empfindliche Oberflächen. Wer die Artikelnummer seines Fräsers kennt, bekommt im Berater die passenden Teile direkt zugeordnet; wer nur das Maß kennt, kommt über die Größe ans Ziel. Das spart gegenüber dem Neukauf regelmäßig zwei Drittel.
Direkt einsteigen: die häufigsten Wege
- Abrundfräser R 6 – die meistgekaufte Rundung
- Fasefräser 45° mit Wendeplatten – für die Serie
- Nutfräser 8 mm – Rückwand und Systemloch
- Bündigfräser – Umleimer und Schablone
- Krauskopfversenker – bohren und senken in einem
- Dübelbohrer Ø 8 – rechts- und linksdrehend
- Zinkenfräser – die sichtbare Verbindung
- Wendemesser 30 mm – tauschen statt schärfen
Was uns dazu gefragt wird
Welcher Schaft passt zu meiner Maschine – 8 oder 12 mm?
Handoberfräsen spannen in der Regel 8 mm, Tischfräsen 12 mm. Viele Werkzeuge gibt es in beiden Ausführungen – der Berater zeigt die Weiche direkt am Ergebnis. Eine Reduzierhülse verbindet notfalls den 8er-Schaft mit der 12er-Zange.
Was bedeutet HW, VHM und DP beim Fräser?
HW ist Hartmetall auf Stahlkörper – der Standard für Massivholz. VHM heißt Vollhartmetall, steifer und feiner im Schnitt, typisch bei Spiral- und Schlichtfräsern. DP steht für Diamant: bei HPL, Compact und abrasiven Platten hält er um ein Vielfaches länger.
Woran erkenne ich den Radius einer bestehenden Kante?
Mit einer Radien-Messlehre: Kante in die Ecke legen – der Bogen, der ohne Lichtspalt anliegt, ist dein R. Eine druckbare Lehre mit den Radien von R 2 bis R 12,7 liegt im Berater bereit.
Wann lohnt sich die Wendeplatten-Ausführung?
Sobald das Nachschärfen dich Stillstand kostet: Schneide drehen dauert Minuten, der Schärfdienst Tage. Rechne Stundensatz mal Wechselzeit je Schärfrunde – die Rechnung steht im Berater an jeder Wendeplatten-Empfehlung.
Bestellt ihr auch Werkzeuge, die nicht auf Lager sind?
Ja. Die gängigen Kantenfräser liegen im Schwarzwald auf Lager, alles andere bestellen wir aus über 4.000 Katalog-Werkzeugen für dich – ein Paket, eine Rechnung, Antwort innerhalb eines Werktages.
Wie schnell darf mein Fräser drehen?
Je größer der Durchmesser, desto langsamer: bis 24 mm etwa 28.000 U/min, bei 31–50 mm noch 18.000, ab 68 mm nur 12.000. Bohrer drehen deutlich langsamer. Die volle Tabelle steht oben auf dieser Seite – die Markierung auf dem Werkzeug geht immer vor.
Gibt es Ersatzteile für meinen alten Fräser?
Oft ja: Wendemesser, Anlauflager, Schrauben und Spannzangen führen wir quer durchs Programm. Tipp die Artikelnummer deines Fräsers in den Berater – er listet die passenden Teile, auch für Auslaufmodelle, solange der Vorrat reicht.
Mehr Werkzeuge für deine Werkstatt findest du bei den RUWI Werkstatt-Helfern, den passenden Tisch dazu im Frästisch-Konfigurator, das komplette Lagerprogramm in der Kategorie Fräswerkzeug.
